Mein Thermalright XP-120 auf Abit KN8-SLI Experiment

Vorgeschichte:

Es war an einem dieser schönen sonnigen Tage im Juli 2006 als ich in meinem Arbeitszimmer im Dachgeschoß bei knapp über 30 Grad die Entscheidung fällte, dass ein neuer Computer mein Arbeitsleben erfreuen sollte. Einer der ausschlaggebenden Gründe war die Tatsache, dass mein altes Mainboard, ein MSI K8N-Neo Platinum (Sockel 754), immer instabiler wurde. Nachdem ich über 1 Jahr lang immer wieder mit Problemen mit diesem Board zu kämpfen hatte, war meine Geduld zu Ende, als der Computer sich wieder mal nicht einschalten ließ. Natürlich hatte ich vorher alle Komponenten nocheinmal in meinem Zweitrechner getestet. Der übrigens ein MSI K8N-Neo FSR enthält, das problemlos arbeitet.

Die Entscheidung:

Da ich schon länger von einem neuen Rechner träumte, auf dem ich in VMWare auch 64-Bit Systeme testen kann - meine 2 Athlon 64 gehören leider einer zu alten Revision an, die dieser Disziplin nicht mächtig ist - war meine Wahl schnell auf einen Athlon 64 X2 gefallen. In der Sockel 939-Variante, damit ich mein RAM weiterverwenden konnte, und weil er gerade zu einem günstigen Preis zu haben war.

Damit stellte sich nur noch eine Frage: Welches Mainboard?

Besonders da ich auch meinen guten alten Thermalright XP-120 weiterverwenden wollte. Eine weitere Voraussetzung war, dass das Mainboard lüfterlos sein musste, da ich zu den Silent-Anhängern gehöre (nur Silent, nicht Ultrasilent ;) ). Außerdem sollten mindestens 2 von den Lüfteranschlüßen über Speedfan kontrollierbar und Gigabit-LAN vorhanden sein. Und was das wichtigste überhaupt war: es sollte stabil sein.

So stieß ich auf das Abit KN8-SLI, das dank seiner Heatpipe den NForce4-Chipsatz auch ohne einen Lüfter gut kühlen können sollte. Im Internet war auch nur gutes über das Board zu lesen. Alle die über das KN8-SLI berichteten waren sehr zufrieden und sagten aus, dass das Board sehr stabil laufen würde. Im Forum von www.forumdeluxx.de wurde mir meine Frage, ob der XP120 passen würde mit "Ja" beantwortet. Und so kaufte ich dieses Board.

Nach einer Woche:

Bisher, nach etwas über einer Woche, in der mein neuer Rechner sehr stabil lief, kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Zusammenbau nicht einfach war. Die Kombination von Abit KN8-SLI und Thermalright XP-120 ist nicht unproblematisch.

Impressionen eines Thermalright XP-120 auf Abit KN8-SLI Einbaus:

Um das ganze zu veranschaulichen habe ich einige Bilder gemacht. OK, das stimmt nicht ganz. Die meisten hat meine Freundin gemacht, denn manche Sachen sollte man Leuten überlassen, die etwas davon verstehen ;)

Einen Thermalright XP-120 auf einen Sockel 754 oder Sockel 939 zu bauen ist nicht ganz einfach, da die Klammern, mit denen der XP-120 mit dem Mainboard verbunden wird, mit viel Kraft nach unten gedrückt werden müssen, bis sie einrasten. Zugleich sollte aber der XP-120 dabei möglichst gerade auf der CPU liegen bleiben, damit diese nicht beschädigt wird. Zu zweit, mit der Hilfe meiner Freundin, ist es dann, wie man gleich sehen kann, gelungen.

Abit KN8 SLI mit XP-120

Kleiner Hinweis: Wenn Du auf eines der Bilder klickst, geht ein neues Fenster mit einer größeren Variante auf.

Vor dem Einbau des XP-120 dachte ich mir bereits, dass es mit dem ersten RAM-Steckplatz Probleme geben wird. Doch zu meiner Überraschung ließ sich der RAM-Riegel sogar reinstecken. Allerdings millimetergenau:

Abit KN8 SLI mit XP-120 Abit KN8 SLI mit XP-120 Abit KN8 SLI mit XP-120

Etwas Sorgen bereitete mir die Tatsache, dass das RAM nur Millimeter von der Heatpipe des XP-120 entfernt ist. Glücklicherweise bleibt mein Athlon 64 X2 3800 immer so kühl, dass die Heatpipes kaum Wärme abführen müßen. Um sicher zu gehen habe ich dies mit einem Senfu nachgemessen (IDLE: 36°C bei 30 °C Raumtemperatur, das RAM hat übrigens 40°C). Kein Problem hier!

Wie ich schon erwähnte, leide ich unter der Krankheit Silenteritis. Sie zwingt mich dazu, seltsame Dinge zu tun. Wie z. B. auf dem nächsten Bild zu sehen: Den Yate Loon D12SL-12 Lüfter habe ich vom XP-120 entkoppelt, indem ich den Lüfter mit Schwingungsdämpfer versehen habe, die ich dann wiederum mit etwas Draht an dem XP-120 befestigt habe.

Abit KN8 SLI mit XP-120 Abit KN8 SLI mit XP-120

Der Einbau in das Gehäuse barg dann wieder einige kleinere Hürden. Der 2x2-pol. ATX12V1-Strom-Anschluss lag genau unterhalb des XP-120. Zum Glück haben es die Finger meiner Freundin geschafft, den Stecker trotzdem einzustecken. Aber es war nicht einfach.

Auf dem nächsten Bild kann mann unten, rechts neben der mittleren Heatpipe des XP-120 etwas Weißes durchschimmern sehen. Hierbei handelt es sich um besagten Anschluss.

Der ebenfalls unten zu sehende Lüfteranschluss ist im eingebauten Zustand übigens auch nicht ganz einfach zu erreichen.

Abit KN8 SLI mit XP-120

Eingebaut sieht das ganze dann so aus:

Abit KN8 SLI mit XP-120

Ein Ultrasilent-Anhänger würde mit Sicherheit die Anzahl der Lüfter verringern und nur eine Festplatte in einer Bitumenbox einbauen. Aber da ich meistens etwas Musik nebenher laufen lasse, ist der Rechner für mich bereits unhörbar. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, ist, dass ich zwischen dem Netzteil und dem Mainboard noch eine Trennwand habe, umd dem Thema Luftklau entgegen zu wirken. Ausserdem wird meine Wechselplatte (die ich aus verschiedenen Gründen benötige), die rechts oberhalb des Mainboards zu sehen ist, mitgekühlt.

Zuletzt noch ein Screenshot von Speedfan:

Abit KN8 SLI mit XP-120

Temp3 ist übrigens die Prozessortemperatur. Das Ganze bei ca. 30°C Umgebungstemperatur mit Win XP IDLE.


Falls noch jemand Fragen hat, kann er mit gerne mailen. Meine Email lautet yup [at] aysec.com
In den Betreff bitte Abit KN8 schreiben, damit die Mail nicht im Spam-Filter verschwindet.